Wer kauft in Japan massenhaft alte Bücher für das KI-Training?

Japanische Medien berichten über den massenhaften Ankauf alter Bücher, die vermutlich zur Digitalisierung und zum Training von KI-Modellen ins Ausland verschifft werden.
Japanische Medien haben festgestellt, dass unidentified Personen massenhaft japanischsprachige alte Bücher aufkaufen und ins Ausland versenden. Das Kaufschema wirkt ungewöhnlich: Die Käufer beschränken sich nicht auf ein bestimmtes Fachgebiet, sondern nehmen alles mit – von Geschichte und Philosophie bis hin zu Rechtswissenschaften und lokaler Landeskunde.
Einige Antiquariate verkaufen mehr als 100 Bücher pro Tag. Seit August wurden über 50 Tonnen japanischer Bücher in die USA verschifft, was ungefähr 100.000 Exemplaren entspricht.
Trotz des Fehlens direkter Beweise vermutet die Branche, dass das Ziel darin besteht, seltene Texte für das KI-Training zu digitalisieren. Ein ähnliches Vorgehen wurde bereits zuvor beobachtet: Anthropic kaufte massenhaft Papierbücher, schnitt die Buchrücken ab und scannte die Seiten, um Datensätze zu erstellen.
Da öffentlich verfügbare Daten im Internet allmählich knapp werden, stellen alte und noch nicht digitalisierte Ausgaben eine neue wertvolle Ressource für generative KI dar.
Warum das wichtig ist
AnalyseDies zeigt, dass KI-Entwickler angesichts der Erschöpfung öffentlicher Internetressourcen zunehmend auf seltene Offline-Daten zurückgreifen, was potenzielle Auswirkungen auf die Qualität und Einzigartigkeit zukünftiger Modelle haben könnte.
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