GPT-6 Astra knackt napoleonisches Chiffre-Rätsel nach 217 Jahren in nur sechs Stunden

Das KI-Modell GPT-6 Astra entschlüsselte einen seit 217 Jahren ungelösten historischen Brief eines Generals unter Napoleon, basierend auf einem einzigen Scan und einer Prompt-Anweisung.
Carter Church, der kein Kryptograf ist, berichtete in seinem Blog, dass er dem Modell lediglich ein Bild und eine Anweisung (Prompt) zur Verfügung gestellt habe. Das Modell zerlegte den gescannten Brief eigenständig in Zeilen, erkannte die Zeichen, reduzierte alle Symbole auf eine Liste eindeutiger Einträge und nutzte anschließend das Verfahren des simulierten Ausglühens (Simulated Annealing), um Werte gegen ein französisches Wörterbuch abzugleichen.
Der gesamte Vorgang dauerte nur sechs Stunden. Der Brief datiert auf Ende März 1809, zwei Wochen vor der Invasion Österreichs in Bayern. Er wurde von General Marmont verfasst.
Die entschlüsselte Nachricht enthielt eine Zusammenfassung aus dem Hauptquartier des Vizekönigs von Italien für Marmont, der zu dieser Zeit isoliert in Dalmatien stationiert war:
- Positionen der französischen und verbündeten Armeen;
- angebliche russische Vorstöße gegen Österreich;
- die Einschätzung, dass Österreich „eigene Ruin entgegenhetze“.
Die beschriebene Gefechtsordnung stimmte mit Napoleons Direktive vom 16. März 1809 überein.
Satoshi Tokemo, der Compiler des Cryptiana-Chiffrenkatalogs, überprüfte die Lösung; der Brief ist nun als gelöst markiert. Zuvor hatte Astra bereits eine zuvor verschlüsselte deutsche Funkspruch-Nachricht aus dem Zweiten Weltkrieg entschlüsselt.
Warum das wichtig ist
AnalyseDieser Fall demonstriert eindrucksvoll, wie moderne KI-Modelle durch die Kombination von Computer Vision, Sprachverständnis und Optimierungsalgorithmen komplexe historische kryptographische Probleme lösen können.
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