Cyberbetrug durch KI-Halluzinationen: Phantom Squatting im Anstieg
Cyberbetrug durch KI-Halluzinationen: Phantom Squatting im Anstieg
Das Unit 42 Team hat eine neue Betrugsmasche namens „Phantom Squatting“ identifiziert, bei der Angreifer fiktive Domains registrieren, die von KI-Modellen halluziniert werden.
Unit 42, eines der weltweit führenden Teams für die Untersuchung von Cyberangriffen und Malware-Analysen, hat eine faszinierende Studie über das sogenannte Phantom Squatting veröffentlicht.
Wie allgemein bekannt ist, neigen KI-Modelle dazu, nicht existierende URLs zu erfinden, wobei bestimmte Domains häufiger generiert werden als andere. Ein Beispiel wäre die Ausgabe von name_download.com anstelle der korrekten Adresse https://name.com.
Angreifer haben erkannt, dass diese fiktiven Adressen registriert und für Phishing-Angriffe missbraucht werden können. Das Verfahren ähnelt dem Typosquatting, bei dem Hacker menschliche Tippfehler ausnutzten, indem sie Seiten wie https://goggle.com registrierten.
Der entscheidende Unterschied: Es ist nicht mehr nötig, Benutzer aktiv in die Falle zu locken – die KI erledigt dies für die Hacker.
Wer glaubt, es handle sich um einen isolierten Vorfall, irrt sich: Forscher haben bereits über 13.000 bestehende schädliche URLs identifiziert, die dieses Prinzip nutzen. Zudem gibt es etwa 250.000 unregistrierte Domains, die von Modellen regelmäßig erfunden werden. Für Betrüger aller Art ein wahres Fundstück.
Warum das wichtig ist
AnalyseDiese neue Betrugstechnik verdeutlicht, wie Künstliche Intelligenz zur Schaffung komplexer Bedrohungen instrumentalisiert wird, was den Schutz der Nutzer erheblich erschwert. Der Anstieg von Phishing-Angriffen auf Basis fiktiver Domains erfordert dringend die Entwicklung neuer Sicherheitsstrategien.
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